verschlafen

Als er erwachte wußte er nicht
wo sein Kopf gelegen noch wo sein
Hut geblieben war. Er hatte beides
verloren.

Er erhob sich steif und die Sonne
brach in Stücken durch die Risse
der Jalousie. Sein Kopf schmerzte
ihn sehr.

Er atmete ein und erkannte
dass ihm der Geruch der um ihn lag
nicht bekannt war. Er hatte ihn schon
eingesogen.

Er sah rechts von sich hin und er
sah sie schlafen. Ihr Atem war ruhig und
sie war hier zu Hause in ihren
Gerüchen.

Sie hatte Haare die waren von
der falschen Farbe sie waren blond.
Sie hatte noch gestern Lippen gehabt
die waren Rot.

Sie hatte getanzt ihr Haar wog sich
wie Ähren im Wind im Wiegen der
Hüften. Sie hatte gelacht ihre
Augen hell.

Ihr Händen waren schmal aber
kurze Finger hatte sie gehabt und
sie war tollpatschig mit ihnen
gewesen.

Aber in ihrem Bett hatte sie mit
dem Geschick einer Tänzerin
feucht ihre Hüften in ihn gestoßen
und gelebt.

~ von gedichtblog am 14. November 2009.

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