Tauben

Alle Tauben tötet
wo ihr sie findet
nehmt sie und
reißt ihnen die Federn
aus, ihre Augen
schneidet aus
ihren Schädeln, ihre Schnäbel
hackt ab
und ertränkt den Rest.

Aus nassem Holz und
Öl macht drei Scheiterhaufen
Für die Augen
einen
Für die Federn
einen
Für die Schnäbel
einen und
Verbrennt sie
bis ihr süßer Duft
die Wolken dunkel macht
und den Himmel erfüllt

Ich will keine Tauben mehr
sehen, will ihren Flügelschlag
nicht mehr hören
Zu lange flogen sie
über uns und zu lange
sammelten sie sich
auf unseren Plätzen
und zu lange hielten wir sie
für Zeichen der Hoffnung

Wir haben uns geirrt
und schwer gefehlt
Denn haben wir nicht
als Kinder
Bilder von Tauben gemalt?
Von Tauben und einem Schiff
und endlosem Wasser.

~ von gedichtblog am 3. März 2011.

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