Mein Freund aus Mutterstadt

Ich hab nen Freund in Mutterstadt,
der hat nen Freund der Kutter fahrt,
der hat nen Freund der Autos baut,
und dem sein Freund hat zugeschaut

wie einer der ihm schon bekannt
war nächtens zu der Frau gerannt,
die der Freund aus Mutterstadt
seit zwanzig Jahr’n zur Mutter hat.

Was der da tat, ich weiß es nicht
doch fürcht ich es war fürchterlich,
weil dann der Freund der dieses sah
zu dem der Autobauer war

gelaufen kam, um zu berichten
von der nächtlichen Geschichten.
Worauf der, der Autos baute
sich so dermaßen ergraute

dass er kaum mit g’raden Schritten
zu dem Freund (von vier dem Dritten),
kommt, der auf dem ruhigen Rheine
Kutter fährt und jetzt auf seine

alten Tage, hören muss
die ganze Sache mit Verdruß
und sich dabei im stillen denkt:
„Das hat kein guter Geist gelenkt“.

Der Schiffer nimmt sein Telefon
(er kennt des Freundes Nummer schon)
Und ruft sofort gen Mutterstadt
noch mitten in der Kutterfahrt.

Der Mutterstädter Freund nun hört
dass etwas, das sich nicht gehört
seine eigne Mutter tat
und dass man das gesehen hat.

Da nimmt der Freund das Leben sich.
tragisch, wirklich trauriglich.

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~ von gedichtblog - 8. April 2008.

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