ritual (alt)

Feuer in der Nacht.
Lichtertanz am Himmel.
Farben bluten ins Dunkel.
Donnernder Rythmus.
Die Schläge einer Uhr
Die ihren Takt verlor.

Ein großes Zeitmessen,
Uhrwerk der Jahreszahlen
+1,
und weiter nichts?

Wir
fürchten das Morgen,
beklagen das Gestern,
Treibgut der Trägheit
mit Augen die sehen
das Feuerwerk.
Das neue Jahr
verglüht in abertausend Explosionen.

Ausgebrannt
stürzen die Raketen,
sekundenlange Himmelstürmer,
Traumboten
im Ritual das Wohlwünschens.
Sendboten
der kleinen Herzen
auf dass man sie sehe.

Kalte Lippen zucken,
wispern das Wiegenlied
der verklingenden Mitternacht.
Wie alles –
beginnt es mit einem Ende.

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~ von gedichtblog - 8. April 2008.

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