Niemand kennt mein Grab

Die dunklen Jahre kann ich nicht mehr zählen,
kein Tag durchbricht die ewig kalte Nacht.
Als letztes Bild sah ich sie mich noch pfählen,
dann warf man mich in diesen tiefen Schacht.

Ich sehne mich zugleich nach Tod und Leben,
Mich dürstet noch nach bittersüßem Blut.
Werd ich mich je aus diesen Loch erheben?
Erlischt zuvor die unheilvolle Glut?

Zu lange schon von Staub und Zeit begraben
Was nutzen da des Teufels große Gaben
Wenn ich nur Würmer zur Gesellschaft hab.

Man kennt mich nicht mehr, nur die alten Sagen
erzählen noch von meinen großen Tagen
Nun lieg ich still und niemand kennt mein Grab.

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~ von gedichtblog - 15. April 2008.

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