Sonnenuntergang

Im Zwielichtnebel wander ich allein
durch Wälder endlos tief. Die Welt erfriert
wo sie mein schattenkalter Schritt berührt.
Ich steig hinab im grauen Mondenschein.

Groteske Augen lauern grimm und warten,
Dämonen wabern grade außer Sicht,
ein klarer Pfad führt in das Geisterlicht.
Ich kam aus diesem nebelfinstren Garten.

Es geht die Sonne niemals wieder auf.
Nun herrscht der Mond in stetig bleichem Lauf,
in Tälern kalt und lange schon vergessen.

Entweiht ist heut der Sonne warmer Hort,
die Kälte fegt die Menschenwelt hinfort.
Wer kann die Tragik, wer das Leid ermessen?

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~ von gedichtblog - 15. April 2008.

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