Kerubim

K e r u b i m

Wir sind die geflügelten Kinder,
die Boten der kommenden Tage,
aus Draht und Federn gemacht.

Wir singen den Himmel zur Ruhe,
schreiben die Namen der Dinge
und sprechen sie niemals aus.

Wir kommen mit flammenden Schwertern,
erschlagen die Träume der Menschen
und löschen die Feuer darin.

Wir tragen die Worte des Herren
wie Nadelwerk auf unserer Haut:
Gemälde sind wir, ihm zu ehren.
Sein Auge sieht uns nicht mehr.

Wir liegen auf Winden und Wolken,
ganz still und erwarten den Morgen,
das Licht hat uns geboren

Wir halten den Glauben der Letzten,
das Ende der Welt ohne Ende,
sie blieben von allen zurück.

Wir sind als ob alles verginge,
darin eine Rose entstünde,
dornengiftig und weiß.

Wir sind sein Wille und Werkzeug,
haben Namen doch heißen wir nicht,
die ersten und letzten Geschöpfe,
die Kinder vom Ende der Zeit.

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~ von gedichtblog - 29. April 2008.

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