Traum einer Fischersfrau

Dich träumte ich heut nacht,
kalt aus den Tiefen kommend
wärmtest du an meiner Brust
die nasse Haut.
Vielfingrig waren deine Hände,
deine Arme banden mich gleich Tauen
deine nicht-Lippen umfassten saugend,
gierig nach mir, meine Scham.

Du zogst mich entlang der glatten Felsen
dorthin, wo Uranos‘ Leidenschaft
wütend zwischen Meer und Felsen schäumte.
Schwer lag dein Leib auf meinen Beinen,
in meine Fersen bohrten sich Muscheln.
Ich roch das Salz des Meeres, wo vorher
nur das Salz an dir zu riechen war.

Das Meer war kalt und warm waren die Steine,
denn die Sonne war, Hitze vergießend
in sie gedrungen.
Ein Zittern ging noch zwischen meinen Beinen,
dann glittst du von mir,
ins Meer zurück.

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~ von gedichtblog - 4. Juni 2008.

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