Eine Handvoll Regen

Im Ödland war er
auf langer Suche:
Wind wehte Staub,
Sand in die Kleider,
in die Augen.
Kostbare Tränen flossen.

Dem Geist der Tage
folgte er,
nachts wanderend:
kein Stern, kein Mond.
Keine Wolke verdunkelt
den Himmel

Ein fahler Drache
entstieg der Ödniss,
boll bitteres Gift
ihm in den Rachen.
Er fiel, die Knie
im kalten, im schneidenden Sand.

„Nur du bist ein See“
da bliebt er liegen und starrte
lange auf die Bruchkanten
eines Sandkorns.
„Nur ein wenig wollte ich,
nur eine Handvoll Regen.“

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~ von gedichtblog - 29. Juli 2008.

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