Vergossen

Vergossen bin ich, meeresleer
als füllte ich dein Liebesmeer
mit mir allein, ich – lustversehrt,
versiegelt von der Sonne.

Große Wellen schlug ich dir
mit meiner kleinen Zunge.
Zuckersalz trank ich aus dir
und Angst aus deiner Lunge.

Du Becher du, du tiefe Gruft,
du leere Bucht im Regen
gehst auf mit mir, du warme Luft
muss mich nur in dich legen.

Vergossen werd ich, nichts verbleibt
als unerfülltes Meinen,
auch wenn du dir nichts einverleibst
nicht trinken willst von Meinem.

Dein Fluß fließt fliederschwer
von meinen kalten Lenden her
dort schmerzen meine Glieder sehr
von all dem Wellengang.

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~ von gedichtblog - 16. September 2008.

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