Eiterkuss

Sie wiegt sich wie ein kahler Ast
in einem trägen Lüftchen
und biegt sich unter ihrer Last
aus Sehnsüchten und Schuld.

Sie leidet unter meiner Lust
und welkt sich still im Dunkel.
So meidet sie den Eiterkuss,
den kann sie nicht ertragen.

Und streckt sie ihren dürren Kopf
mal vorsichtig ins Licht hinaus,
dann fasse ich ihr an die Brust
und küsse ihr die Augen aus.

Advertisements

~ von gedichtblog - 2. Oktober 2010.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: