regetropfen 2015

Ein Regentropfen schlägt jetzt an mein Fenster,
und spricht mir zu, die Welt sei alt und grau.
Schon fällt ein anderer ihm nach, schon hundert
kein Wort dringt durch das Rauschen mehr zu mir.

Ich starre in das Regenfenster, lausche
die Welt ist dumpf verwaschen, alt und grau.
Die Häuser rutschen langsam talwärts, auf knien
beten sie hinab zum Fluss, der wuchert dort.

Die Formen legen langsam noch die Reste
ihre Schärfe und die Ängste ihre Formen ab
Das Regengrau ist wie ein Totentuch vor Augen
nur manchmal rast ein lautes Licht hindurch

Was draußen geht ist grell entmenschlicht
Vogelkrumme Silhouetten, Wasserflecken
Auf frischgemalten Bildern, zufällig
Passanten geworden. Ich will schlafen –
der Regen hält mich wach.

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~ von gedichtblog - 26. Februar 2015.

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