Regentropfen (dritte Version)

Ein Regentropfen schlägt jetzt an mein Fenster
und spricht mir zu, die Welt sei alt und grau.
Schon fällt ein anderer ihm nach, schon hundert.
Kein Wort dringt durch das Rauschen mehr zu mir.

Ich starre in das Regenfenster, lausche.
Die Welt hängt dumpf, verwaschen, alt und grau.
Die öden Häuser rutschen langsam talwärts
Hinab zum Fluss, der wuchert dort und droht.

Die Formen legen langsam ihre Schärfe,
die Ängste langsam ihre Formen ab.
Der Regen ist ein grauer Totenschleier,
nur manchmal rast ein lautes Licht hindurch.

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~ von gedichtblog - 2. September 2015.

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