schlammige schuhe

schlammige schuhe, wir schleppen uns
sommern entgegen, entgehen den mücken
nicht, da tun sich landschaften auf
auf unseren häuten wie hügel und risse

für uns schweigen die geschütze noch
doch es geht schwer voran, manchmal
stecken wir fest zwischen diesem
schlamm und jenem, mehrmals beinahe barfuß

ach halt dich fest an mir, ich geh noch
grade meine schuhe haben noch sohlen
und ich erahne von zeit zu zeit noch einen
himmel als hätte ich ihn noch vor augen

solange ich noch schuhe habe, die sohlen
haben, so lange ich sehe wie der sommer
zurück weicht und es für mich behalte,
solange stolpere ich weiter

falle ich hin, mit dem gesicht im
schlamm, die schuhe in der luft
die schuhe trocknen in der luft
du musst mir nicht aufhelfen

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~ von gedichtblog - 28. Juli 2016.

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