Biologie

In uns wohnt das Fremde, das wir sind.
Das Bekannte, das Natürliche,
das Biologische.
Durch uns geht ein großer Wille,
die lange Wandlung
und das Immerimmermehr.

In uns wohnt das Morgen, dessen Dünger
dessen Nährlösung,
und Ausscheidung wir sind.
In uns wirkt ein Todeswille,
ein Ausdemweggehen,
und Umstoßen der Leiter,
Zerschlagen der Gußform,
Recycling,
für eine nachhaltige Zukunft.

Durch uns fließt das Fremde, das wir sind.
Das Lebenswillige,
Flaggelante und Nässende,
das Morgige,
Gewesene,
und bedeckt
alle Oberflächen und
kriecht in alle Ritzen und
durchdringt alle Tiefen
und wirft um,
verwandelt, ordnet
und zerfällt.

Dreitausendneunhundert
exajoule,
vielleicht ein weniger mehr.
Ein joule ist ungefähr die Leistung
des menschlichen Herzens.
Das ist viel
aber endlich.

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~ von gedichtblog - 5. November 2016.

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