die zukunft des handschuhs

Die Zukunft des Handschuhs

Zwischen zwei Sandkörnern,
in einem Schuh, zwischen
Socken und Sohlen und zwischen
Protonen ist im Kern dieselbe
Abwesenheit anwesend.

Es bringt mich zum lachen
wenn ich mich strecke und winke,
in das hinab. Hinunter grüßt
zurück – recht freundlich
oder viel oder schön oder
lieb. Ich habe keine briefe
geschrieben, aber e-mails beendet.

Erratisch ist der Smartphone-
pulsschlag der Einsameren.
Andere Herzen hetzen und
jemand ist außer Atem.
Ich sehe es nicht, aber
weiß es. Jemand hat mit dem
Finger gefühlt.

Mars ist ein friedlicher Garten,
der Staub ist kaum vernarbt
und rot war eine warme farbe.
Rover ist ein Hundename und
Streuner sind manchmal gerne drinnen.
Jedesmal wenn der Regen endet
ist eine Gelegenheit neu zu regnen.

Lotuseffekt – die Oberfläche ist
hochwertig behandelt und es perlt
spurlos. Noch sind Finger fettig
und voller Leben, aber das ist nichts,
das sich nicht ersetzen ließe.
Das ist die Zukunft des Handschuhs

Heute hätte Simone Geburtstag gehabt.
Ich kannte sie nicht und hätte sie
nie kennen lernen können. Ihr Foto
lächelt mich an. Ihr anderes Geschlecht
redet noch, ich aber nicht.

Jemand hat die Spiegel verhängt. Heute
weiß niemand wie er aussieht.
Wir raten also und versuchen
zu sehen, wie jemand schaut.
Aber wir finden, was jemand sagt.

Die Tasten sind nicht abgenutzt.
Das Mikrofon hält noch lange.
Man kann ein Telefon verlieren,
wenn man es noch in der Tasche hat.

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~ von gedichtblog - 9. Januar 2017.

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