Ungleichgewicht

Ich traf mein Wort am Sommertag.
Es gab ein wenig Regen.
Ein Gefühl wie ein Vergleich,
das kam auf mich herab.

Es lag sehr froh am Straßenrand.
Man fuhr an ihm vorbei.
Nur ich von allen beugte mich
und fiel zu ihm hinab.

Ich hielt es in der klammen Hand.
Ich hielt es lange so.
Die Finger bogen ungerade,
und hoben es herauf.

Es liegt in meiner linken Hand.
Die rechte Hand ist leer.
Es zieht mich krumm, und schrägen Schritts
stürz ich den Berg hinauf.

Ich kreise hier und dort
und suche mit gepresstem Blick
allein den Fleck, wo wir uns fanden
finde ich nicht mehr.

Advertisements

~ von gedichtblog - 30. Januar 2017.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: